FAQ Deshalb gibt es KI im Verkehrsservice bei Radio Bremen
Wie passt der Einsatz synthetischer Stimmen zum öffentlich-rechtlichen Auftrag?
Der Einsatz von synthetischen Stimmen bietet großes Potenzial, Zusatzangebote im Programm zu schaffen, die unserem Publikum bspw. einen regionalen Mehrwert bieten. Wir können durch den Einsatz von KI unseren Auftrag also besser erfüllen als ohne.
Wird die KI bald alle Moderatorinnen und Moderatoren ersetzen?
Der Einsatz der synthetischen Stimmen ist nur für die gemeinsamen Sendestrecken der ARD Popwellen ("Pop – Die Abendshow" und "Popnacht") und nur für Wetter und Verkehr vorgesehen. Die vertraglichen Regelungen mit den Personen, die der KI ihre Stimme leihen, schließen eine Nutzung außerhalb dieses Einsatzzweckes aus.
Wird durch KI menschliches Personal ersetzt?
Nein. Durch den Einsatz von KI wird das Programm mit regionalen Meldungen aufgewertet, aber alle Kollegen und Kolleginnen arbeiten weiter in ihren gewohnten Rollen. Es gab auch vor dem Einsatz der KI nur eine Person in der Moderation der Gemeinschaftsstrecke der ARD Popwellen. Die personelle Aufstellung der Wetter- und Verkehrsredaktionen bleibt ebenfalls unverändert. Die KI sorgt also nur dafür, dass vorhandene regionale Informationen auch regional richtig bei den Hörern und Hörerinnen ankommen.
Gibt es eine ethische Kontrolle oder ein Gremium, das den KI-Einsatz überwacht?
Ja, jede verwendete Software wird in der ARD intensiv von verschiedenen Instanzen wie KI-Kernteam, Datenschutzbeauftragte oder Personalrat geprüft. Es wird sichergestellt, dass alle Anwendungen und Server der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) entsprechen und in Deutschland gehostet werden. Neben den Datenschutzaspekten sind auch IT-Sicherheitskonzepte, Barrierefreiheitsprüfungen, Schutzbedarfsanalysen und Havarieszenarien erstellt und geprüft worden.
Wurde die Öffentlichkeit in die Entscheidung zum KI-Einsatz einbezogen?
Die ARD Medienforschung hat zum KI-Projekt bei Wetter und Verkehr eine Befragung mit mehr als 800 Personen in ganz Deutschland gemacht und konkrete Fragen zu Art und Umfang des KI-Einsatzes bei Wetter und Verkehr gestellt. Die Ergebnisse und das Feedback wurden in die Umsetzung einbezogen und waren insgesamt sehr positiv.
Stand: 2. März 2026.